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Frechen im Dritten Reich - Der zivile Luftschutz
Wenn ich auf dieser Internetpräsenz u.a. zu baulichen Hinterlassenschaften des letzten Krieges zwischen 1935-1945 recherchiere und berichte, so mache ich dies aus rein historischem Interesse. Ich distanziere mich von jeglicher Form des Radikalismus, insbesondere dem Rechtsradikalismus.
Diese Seite dient nicht der Verherrlichung der baulichen Überreste aus dem Naziregime.
Die Luftschutzbauten sind Teil auch der Frechener Geschichte und die angstvolle Zeit, die Menschen bis zum Kriegsende in diesen verbringen mussten, sind vielen Frechener Bürgern noch in Erinnerung.
Aber auch in der Nachkriegszeit bis heute werden wir immer wieder an das Vorhandensein der unterirdischen, bergmännisch aufgefahrenen Anlagen erinnert, wenn diese durch Bauarbeiten angeschnitten oder freigelegt werden, durch Zerfall und Wassereinbruch einbrechen und z.T. erhebliche Schäden an Gebäuden, Straßen, Plätzen oder Kinderspielplätzen verursachen (Tagesbruch ).
Die Erinnerung an die Luftschutzanlagen in Frechen soll aber auch Mahnung an die Nachkriegsgenerationen sein, dass nie wieder Krieg von Deutschland ausgehen darf.
Es ist bedrückend, dass Krieg in der Welt in den täglichen Nachrichten allgegenwärtig ist und wir uns an die Nachrichten und Bilder von Kindern unter Waffen zu gewöhnen scheinen.
Kriegsgeschehen im Liedgut
Antikriegslied: Der Name Nadza bedeutet "Hoffnung".
... und immer noch aktuell !
"Hundert Mann und ein Befehl, und ein Weg, den keiner will."
Für einen Schlager der 60 -ziger Jahre m.E. erstaunlich deutlich.
Ein Lied überspringt die Fronten
Das "Lied eines jungen Wachpostens" oder "Lili Marleen"
Goebbels in seinem Tagebuch :
"Die Front will – das ist einerseits das Merkwürdige, andererseits aber auch das Verständliche – in der Hauptsache etwas sentimentale Lieder, die die Sehnsucht nach der Heimat zum Ausdruck bringen. Man kann verstehen, dass ein deutscher Soldat, sagen wir aus einem fränkischen oder rheinischen Dorf, in der endlosen Steppenlandschaft des Ostens die Sehnsucht nach Hause umso stärker verspürt."
Das Lied wird Erkennungsmelodie des Soldatensenders Beograd und überspringt alle Fronten.
Textauszug:
| Deine Schritte kennt sie, deinen schönen Gang. | |
| Alle Abend brennt sie, doch mich vergass sie lang. | |
| Und sollte mir ein Leids geschehen, | |
| Wer wird bei der Laterne stehen, | |
| Mit dir, Lili Marleen, mit dir, Lili Marleen? |
Das verbotene Lied: Heimweh noch Kölle
Der Liedtext widersprach später den Durchhalteparolen
Wenn ich su ahn ming Heimat denke
un sinn d'r Dom su vür mer stonn,
mööch ich direk op Heim ahnschwenke,
ich mööch zo Foß noh Kölle jonn.
Mööch ich direk op Heim ahnschwenke,
ich mööch zo Foß noh Kölle jonn.
Und vergessen wir auch nicht die Grenze, die sich nach dem Krieg durch Deutschland und Berlin zog und viele Familien über Jahre trennte.
www.frechen-stadt-der-100-bunker.de

